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Die kleinsten Blutgefäße im Fokus der Forschung

Mikrozirkulationsstörungen haben weitreichende Auswirkungen auf unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und somit auf unseren Gesundheitszustand. Welche therapeutischen Maßnahmen heute möglich sind, erläutert Prof. Klopp, Leiter des Instituts für Mikrozirkulation in Berlin.

Interview in der Publikation "Medizinischer Fortschritt" Neues aus der Herz und Gefäßmedizin.

Prof. Klopp, was schätzen Sie, wie viel Prozenz der Patieten in einer Hausarztpraxis sind vo Mikrozirkulationsstörungen betroffen?

Es dürften derzeit weit mehr als drei Viertel der Patienten sein.

Für welche Erkrankungen sind diese Störungen den kleinsten Gefäßen ursächlich beziehungsweise begleitend verantwortlich?

Bei einer sehr großen Reihe von Erkrankungen, so zum Beispiel bei Wundheilungsstörungen, bei allen eingeschränkten regenerativen und restitutiven Vorgängen ist die Mikrozirkulation direkt oder indirekt beteiligt.Exemplarisch sei der Diabetis mellitus Typ II genannt. Störungen der Mikrozirkulation, oft ausgehend von Makrozirkulationsstörungen, haben die Tendenz, sich immer weiter zu verstärken, um schließslich mit eigener Dynamik das Krankheitsgeschehen zu bestimmen.

Wie wirken sich die Störungen der Mikrozirkulation aus?

Einschränkungen der Regelbreite der Organdurchblutung an sich ändernde Stoffwechselanforderungen verursachen eingeschränkte oder gestörte Organfunktionen - bis hin zum Zelltod. Des Weiteren sind ungehinderte Immunreaktionen (Transport der plasmatischen und zellulären Faktoren) von bestimmten Blutströmungsbedingungen abhängig. Einschränkungen der Mikrozirkulation bedeuten somit auch verminderte Immunabwehr.

Die medikamentösen Therapie-Optionen zur Behandlung von Mikrozirkulationsstörungen sind bislang limitiert. Warum gibt es keine entsprechenden Medikamente?

Sehen wir das differenziert. Für die großkalibrigen Arteriolenabschnitte, die über entsprechende Rezeptoren für nervale und hormonelle Befehle verfügen, haben wir wirksame Medikamente, wie z.B. Beta-Rezeptorenblocker. jedoch nicht für die den kappilären Netzwerken unmittelbar vorgeschalteten kleinkalibrigen Arteriolen, welche keine entsprechenen Rezeptoren besitzen.

Deren Regulierung wird durch bestimmte physikalische Stimuli des strömenden Blutes selbst realisiert. In diesem Bereich ist eine medikamentöse Beeinflussung nicht möglich, sondern nur durch einen, dem naturgegebenen Regulationsmechanismus entsprechenden, biorhytmisch definierten physikalischen Reiz.

Inwieweit können die Patienten von der Physikalischen Gefäßtherapie profitieren?

Als wirksames Adjuvans dient sie der Therapieoptimierung bewährter Behandlungsmethoden und ist vor allem additiv von prophylaktischer Bedeutung. Der transkappiläre Stofftransport wird gesteigert und die Randbedingungen für Immunreaktionen werden verbessert. Dies bedeutet eine höhere Leistungsfähigkeit und verminderte Infektanfälligkeit der Patienten.

Über den Interviewpartner:

Uni.-Doz.Dr.med. Rainer Klopp vom Institut für Mikrozirkulation Berlin brachte bahnbrechende Forschungsergebnisse in der Physikalischen Gefäßtherapie BEMER hervor.

Durch die komplexe biorythmisch definierte Stimulierung der Organdurchblutung konnten folgende Parameter verbessert werden:

- 27 Prozent beschleunigte Vasomotion
- 29 Prozent bessere Blutverteilung im kapilären Netzwerk
- 31 Prozent stärkerer venöser Rückstrom
- 29 Prozent höhere Sauerstoffauschöpfung

Bei den genannten Werten handelt es sich um Maximal-Angaben nach 30 Tagen Behandlung. (Quelle: R.Klopp: Institut für Mikrozirkulation Berlin; 2010)

www.deutschland.bemergroup.com/de

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